Schnarchdiagnostik

Ein HNO-Arzt ist bei der Diagnose sehr von Bedeutung, da das Schnarchen durch Vibrationen der Weicheteile, die sich in den oberen Atemwegen befinden, ausgelöst wird.

Häufigkeit

19% unserer Bevölkerung schnarchen, dies teilt sich zu 60% Männer und 40% Frauen auf. 2-4% tragen davon gesundheitliche Folgen. 2% der Kinder zwischen dem 4. und 6. Lebensjahr leiden schon unter krankhaftem Schnarchen.

Schnarchen entsteht meist an folgenden Strukturen:

  • dem weichen Gaumen und dem Zäpfchen
  • dem Zungengrund
  • dem Kehldeckel
  • den Weichteilen des Rachens

Diagnostik

Die HNO-ärztliche endoskopische Untersuchung gibt Hinweise auf mögliche krankhafte Veränderung der oberen Atemwege wie:

  • Rachen- und Gaumenmandelvergrößerung
  • behinderte Nasenatmung durch Verbiegung der Nasenscheidewand
  • Gaumensegel- und Zäpfchenverlängerung
  • verlagerter Ober- oder Unterkiefer
  • Entzündungen im oberen Atemwegsbereich
  • Tumore im oberen Atemwegsbereich

 Darüberhinaus wird Schnarchen durch folgenden Faktoren begünstigt:

  • Übergewicht
  • Alkoholkonsum
  • Schlafmittelgebrauch

Schlafapnoe

Hierunter versteht man mehr als 10 mal pro Stunde auftretende Atemstille von mehr als 10 Sekunden Dauer mit Abfall des Sauerstoffgehaltes im Blut.

Symptome der Schlafapnoe:

  • regelmäßiges nächtliches Schnarchen
  • nächtliche Atempausen
  • unruhiger Schlaf
  • Tagesmüdigkeit
  • depressive Verstimmung

Komplikationen des Schlafapnoe-Syndroms

  • nächtlicher Sauerstoffmangel
  • Bluthochdruck
  • Herzmuskelerkrankungen
  • Herzrythmusstörungen

mehr Informationen finden Sie unter: Merkblatt Schnarchen